Newsletter

Top 3 Klima-Newsletter

Die Klimakrise ist in aller Munde. Schenkt man einer repräsentativen Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Integral aus dem August 2020 Glauben, so interessieren sich 79 Prozent der ÖsterreicherInnen „eher“ oder „sehr“ für den Klimawandel. Ob das Ursache oder Symptom der zunehmenden medialen Berichterstattung zu diesem Thema ist sei dahingestellt, Fakt ist: Der Klimawandel nimmt aktuell neben Krieg und Pandemie einen wesentlichen Platz in der Berichterstattung ein – das zeigt sich auch an der steigenden Anzahl von Sonder-Newslettern der „klassischen“ Medienhäuser (Umwelt-Fachmedien sind hier ausgenommen). Welche ich Ihnen ans Herz legen kann, das erfahren Sie unten:

Senior PR-Beraterin Maresa Mayer betreut Kunden in den Bereichen Klimaschutz und Green Tech.

Der Aktivistische: „Falter.Natur“

Intervall: wöchentlich am Freitag, Archiv im Web
Inhalt: alles zum Thema Klimawandel, mitunter beinharte Abrechnung mit innenpolitischen Akteuren
Fazit: „Falter.Natur“ stammt zumeist aus der Feder des Falter-Politik-Redakteurs Benedikt Narodoslawsky, der ein Buch über Fridays for Future in Österreich geschrieben und Greta Thunberg getroffen hat. Hier haben wir es mit einem „Überzeugungstäter“ zu tun – das merkt man. Narodoslawsky beschäftigt sich seit Jahren mit dem Klimawandel und der Klimapolitik, entsprechend bietet der Falter den AbonnentInnen hier ausführliche Information und Expertenwissen, gespickt mit Meinung und vielen Links (= noch mehr Information). Das kann jene überfordern, die am Thema interessiert sind, aber sich nicht bis ins Detail damit beschäftigen können oder möchten. Für besonders Interessierte ist das Abo jedenfalls empfehlenswert!
Jetzt „Falter.Natur“ abonnieren

Die Linksammlung: „Klimaklartext“ (Der Standard)

Intervall: wöchentlich am Mittwoch
Inhalt: viele Links zu Artikeln, Kommentaren und Analysen auf derstandard.at
Fazit: Ähnlich wie beim „Falter.Natur“-Newsletter ist man bei der Lektüre des „Standard Klimaklartext“ mit sehr viel Information konfrontiert. Die Links sind – zumindest unterhalb der Einleitung – jedoch deutlich übersichtlicher aufbereitet als bei ersterem. Man gewinnt schon bei der Lektüre der Headlines einen Überblick über die wichtigsten Themen mit Klima-Bezug und tut sich dadurch bei der Entscheidung leichter, welchem Thema man sich ausführlicher widmen möchte. Explizit politische Kommentierung bleibt im Rahmen dieses Newsletters aus, wobei die Redaktion in Sachen Klima(politik) eine eindeutige Haltung erkennen lässt.
Jetzt „Klimaklartext“ abonnieren

Der Longread am Sonntag: „Bernis Klima-Report“ (KURIER)

Intervall: wöchentlich am Sonntag
Inhalt: Der langjährige KURIER-Innenpolitik-Redakteur Bernhard Gaul kann mit viel Insiderwissen zur österreichischen Innenpolitik aufwarten und scheut als ehemaliger EU-Korrespondent den Blick über den Tellerrand nicht. In seinem Newsletter liefert er Hintergründe und Analysen, und wirft Fragen auf, die wohl auch vielen LeserInnen durch den Kopf gehen.
Fazit: Was ich an „Bernis Klima-Report“ besonders schätze: Er kommt (weitgehend) ohne Verlinkungen im Fließtext und ohne – wenn auch ob der Dringlichkeit des Themas vielleicht angebrachten – Hysterie aus. Bernhard Gauls Newsletter ist lang, aber kurzweilig. Ich empfehle (trotz regelmäßiger Tippfehler, die Rechtschreib-FanatikerInnen wie mir ins Auge stechen): Lassen Sie ein Abo da!
Jetzt „Bernis Klima-Report“ abonnieren

Darauf darf man gespannt sein: „DATUM Breitengrade“

Im Februar hat auch das Monatsmagazin DATUM einen neuen Newsletter ins Leben gerufen: Einmal im Monat ermöglicht „Breitengrade“ den globalen Blick auf den Klimawandel – mit Input aus der ganzen Welt, der teils übersetzt, teils in Form von Links zu zumeist englischsprachigen Quellen in den Newsletter integriert wird. Grafisch ansprechend gestaltet, mit Beiträgen von JournalistInnen aus dem globalen Süden und jenen Erdteilen, die besonders vom Klimawandel betroffen sind, und das Ganze unter der Leitung von drei jungen Frauen – „Breitengrade“ entspricht voll dem Zeitgeist. Ausgaben #1 und #2 sind vielversprechend und lassen auf viele weitere Ausgaben des Newsletters hoffen.
Jetzt „DATUM Breitengrade“ abonnieren

Alle Leistungsbereiche

Auf einen Blick